Angelehnt an das Modell der „Kompetenzen 4.0“ von Ellen Trude (2016) sowie eigener Einschätzung nach, werden die folgenden Kompetenzen in der Zukunft der Arbeit als wichtiger erachtet (Jenewein, 2017, S. 423-424).

SELBST- UND SOZIALKOMPETENZEN

  • Unternehmertum – nicht nur im Management, sondern bei jedem Mitarbeiter
  • Kreativität in Problemlösen, Konzeption und Umsetzung
  • Agilität – dahinter stehen Reaktionsfähigkeit, Proaktivität, Schnelligkeit, Flexibilität, Beziehungsfähigkeit, Qualität, Innovation, Kosteneffizienz, Zuverlässigkeit, Strategische Visionsfähigkeit, Technologieeinsatzfähigkeit
  • Selbstmanagement – besonders der Umgang mit Komplexiät und Ablenkung – auch Cognitive Load Management genannt
  • Selbstgesteuertes Lernen

FACH- UND METHODENKOMPETENZ

  • Technische Fähigkeiten wie Appentwicklung oder Beherrschung und Weiterentwicklung von Maschinen
  • Umgang und Interpretation von Big Data (Datascientists)
  • Social-Software-Nutzung wie Community Set-Up & Moderation
  • Kuration: recherchieren, aufbereiten, zusammenfassen und verteilen externer Inhalte – zum Beispiel Open Educational Ressources, Videos, Blogs
  • Methodenkompetenzen werden in der Zukunft zum Beispiel im Bereich agiler Methoden wichtig. Unterstützend zur Sozialkompetenz Selbstmanagment werden auch neuere Methoden wichtig. Achtsamkeit, Working-out-loud oder auch Getting things-done sind beispielsweise hier neuere Ansätze.

Starre Qualifikationskataloge gehören in einer dynamischen Arbeitswelt der Vergangenheit an. Interessant sind die Ansätze der Peer Recognition, die es bei LinkedIn oder sozialen Netzwerken wie SAP Jam schon länger gibt. Hier können Mitarbeiter sich gegenseitig Erfahrungen vorschlagen und bestätigen.

QUELLE:

Jenewein, T. (2017). Zukunft des Arbeitens und Lernens. In Erpenbeck, John & Sauter, Werner (Hrsg.), Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz. Bausteine einer neuen Lernwelt (S. 415-428). Stuttgart: Schäffer-Poeschel.