Markus Rauscher

Ein Blog rund um Lernen mit Medien und digitale Bildung

Menü Schließen

Schlagwort: video

explainer videos

In den letzten Wochen habe ich mich mit dem Thema Explainer Videos beschäftigt und einen Prototypen zu einem Banking-Thema erstellt, der zeigt, wie ich mir das so vorstelle.

Das Video habe ich mit Videoscribe erstellt, wobei ich nicht nur mit den fertigen Schablonen, sondern mit eigenen Zeichnungen gearbeitet habe.
Eigene Zeichnungen müssen Vektorgraphiken sein, damit die Hand in Videoscribe sie auch wirklich zeichnet und nicht einfach nur „reinschiebt“. Die Hand zeichnet die Graphik übrigens im selben chronologischen Ablauf, wie man sie im Graphikprogramm selbst gezeichnet hat. Das ist mitunter wichtig, weil man etwa bei Personen mit den Augen beginnen sollte, damit es für die Zusehenden nicht „komisch“ wirkt.
Graphikprogramme gibt es viele – bei Programmen die in das Vektorformat (SVG) exportieren wird die Auswahl schon kleiner. Klassiker unter Windows und Mac ist natürlich Adobe Illustrator, aber für „Gelegenheitszeichner“ wie mich ein wenig zu teuer. Inkscape ist unter Windows eine tolle Open Source-Alternative. Auf meinem Huawei Mediapad war die Suche noch herausfordernder. Viele Apps gibt es nur auf dem Ipad. Mit Infinite Design bin ich schließlich auch hier fündig geworden. Schade fand ich, dass Autodesk Sketchbook in der App keine SVGs exportieren kann, denn die App find ich wirklich super.
Es gibt einige Dinge in der Erstellung zu beachten – hier findet man eine gute Anleitung für den Start. Das wichtigste ist wohl, dass man nicht die Brushtools, sondern den Pencil oder einen „Basic Stroke“ verwendet, weil Videoscribe die Zeichnungen sonst in Outline abbildet. Mit jeder neuen Zeichenanwendung hatte ich diverse Export/Import-Tests durchzuführen, denn die SVG-Exporte sind von Programm zu Programm sehr unterschiedlich.

Für meine Story habe ich natürlich ein Storyboard erstellt, auch das hat mit Onenote elektronisch super geklappt. Die Animation selbst erstellte ich mit Videoscribe und schnitt sie dann in Camtasia. Dort konnte ich sie auch super nachvertonen: Audio und Video-Nachbearbeitung so ganz ohne Spuren wäre mir echt zu mühsam gewesen. Die Hintergrundmusik fand ich auf bensound.com – dort gibt es ein großes Angebot an Video-Hintergrundmusik unter CC-Lizenz. Ganz toll unterstützt haben mich übrigens beim Zeichnen ein Wacom Intuos S-Grafiktablett und beim Aufnehmen ein Roede NT USB-Mikrofon.
So wie oben oder zumindest so ähnlich stelle ich mir simple Explainervideos vor und diesen Weg werde ich weiterverfolgen und natürlich lernen, lernen, lernen und mich laufend verbessern 🙂 Hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, über Feedback zum Video freu ich mich natürlich.





Video-Annotation

Im Rahmen meiner Recherche zu Masterthesis habe ich nebenbei eine großartige Möglichkeit entdeckt, Lehrvideos auf der Timeline zu annotieren.

Noch dazu frei verfügbar und mit der Möglichkeit von Online-Kollaboration. Ich bin begeistert.
Da Videos immer mehr an Bedeutung im Edu-Bereich gewinnen, werden Tools für Video-Annotions denke ich noch von sich hören lassen.

VideoANT

Auch im L3T finden sich hierzu wertvolle Hinweise zu  anderen Tools – und natürlich auf meiner edutool-Page.

Explaineverything

…eine Whitboarding- und Presentationapp für Windows, iOS und Android, die am besten in Kombination mit einem Tablet und Stift funktioniert.
Seine Zeichnungen kann man sowohl live bei einem Vortrag zeichnen und auf den Projektor übertragen, als auch zu Hause quasi als Video-Aufzeichnen und auf diverse Plattformen (Youtube, Dropbox, …) exportieren.
Hierfür bietet es Timeline-Editierfunktionen: Eine Video und eine Audiospur.

  • Seine Zeichnungen kann man skalieren, anordnen, gruppieren, löschen, animieren.
  • Man kann zusätzlich Videos und Bilder in seine Zeichnungen einbauen.
  • ein virtueller Laserpointer macht es möglich auf dem Whiteboard auf gewisse Stellen zu zeigen
  • kollaborativ mit anderen am Whiteboard arbeiten

In Summer ein tolles Produkt für kreative Educators.
Leider ist es nicht kostenlos, aber mit der Edu-Lizenz bekommt man 5 User für rund 30 Euro im Jahr. Meiner Meinung nach sein Geld wert.

css.php