Markus Rauscher

Ein Blog rund um Lernen mit Medien und digitale Bildung

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Schlagwort: audio

Audio in Explainervideos

Die größte Herausforderung beim Erstellen von Explainervideos ist aus meiner Sicht die Synchronisation von Audio und Video. Voraussetzung dafür sind auf jeden Fall gute Vorbereitung in Form eines durchdachten und mit dem Fachbereich abgestimmten Skriptes und/oder Storyboards.
Bei der Synchronisation habe ich mehrere Varianten probiert – alle stellen sich als relativ aufwändig heraus.

  • Variante 1: zeitgleiche Aufnahme bei der jeweiligen Aktion (also z.B. beim Zeichnen oder Bewegen des Mauszeigers)
    Erfodert ein hohes Maß an Konzentration beim Sprechenden, da er ja gleichzeitig auch etwas anderes (zeichnen, bewegen, legen, animieren, …) .
    Spricht jemand Unerfahrener ein, z.B. eine Person aus dem Fachbereich, bedeutet diese Methode viel Betreuungsaufwand und ist fehleranfällig.
    Schnitt und Nachbearbeitung gestalten sich jedoch einfacher.
  • Variante 2: nachgelagerter Sync von Audio und Video
    Ist in der Produktion und Aufnahme einfacher und auch für Unerfahrene Personen leichter.
    Bedeutet jedoch sehr viel mehr Aufwand bei Schnitt und Nachbearbeitung. Im Extremfallmuss man Szenen nachfilmen, nachzeichnen, nachsprechen.

Welche Variante man wählt hängt wohl vom Kontext ab.

Weiters wurde mir die Wichtigkeit von Sound-Effects (SFX) bewußt und wie präzise der Effekt getimed sein muss. Ein Millisekunderl zu spät und die Animation ist nicht mehr stimmig.
Ein leises „Filzstift-auf-Flipchart“-Geräusch im Hintergrund macht ein Whitbeoardvideo gleich viel ansprechender.
Seiten für kostenlose Sound Effects gibt es viele, zum Beispiel https://freesound.org/.

Wie sind eure Erfahrungen mit Synchronisation und Sound Effects? Ich freue mich auf Beiträge und Meinungen.

explainer videos

In den letzten Wochen habe ich mich mit dem Thema Explainer Videos beschäftigt und einen Prototypen zu einem Banking-Thema erstellt, der zeigt, wie ich mir das so vorstelle.

Das Video habe ich mit Videoscribe erstellt, wobei ich nicht nur mit den fertigen Schablonen, sondern mit eigenen Zeichnungen gearbeitet habe.
Eigene Zeichnungen müssen Vektorgraphiken sein, damit die Hand in Videoscribe sie auch wirklich zeichnet und nicht einfach nur „reinschiebt“. Die Hand zeichnet die Graphik übrigens im selben chronologischen Ablauf, wie man sie im Graphikprogramm selbst gezeichnet hat. Das ist mitunter wichtig, weil man etwa bei Personen mit den Augen beginnen sollte, damit es für die Zusehenden nicht „komisch“ wirkt.
Graphikprogramme gibt es viele – bei Programmen die in das Vektorformat (SVG) exportieren wird die Auswahl schon kleiner. Klassiker unter Windows und Mac ist natürlich Adobe Illustrator, aber für „Gelegenheitszeichner“ wie mich ein wenig zu teuer. Inkscape ist unter Windows eine tolle Open Source-Alternative. Auf meinem Huawei Mediapad war die Suche noch herausfordernder. Viele Apps gibt es nur auf dem Ipad. Mit Infinite Design bin ich schließlich auch hier fündig geworden. Schade fand ich, dass Autodesk Sketchbook in der App keine SVGs exportieren kann, denn die App find ich wirklich super.
Es gibt einige Dinge in der Erstellung zu beachten – hier findet man eine gute Anleitung für den Start. Das wichtigste ist wohl, dass man nicht die Brushtools, sondern den Pencil oder einen „Basic Stroke“ verwendet, weil Videoscribe die Zeichnungen sonst in Outline abbildet. Mit jeder neuen Zeichenanwendung hatte ich diverse Export/Import-Tests durchzuführen, denn die SVG-Exporte sind von Programm zu Programm sehr unterschiedlich.

Für meine Story habe ich natürlich ein Storyboard erstellt, auch das hat mit Onenote elektronisch super geklappt. Die Animation selbst erstellte ich mit Videoscribe und schnitt sie dann in Camtasia. Dort konnte ich sie auch super nachvertonen: Audio und Video-Nachbearbeitung so ganz ohne Spuren wäre mir echt zu mühsam gewesen. Die Hintergrundmusik fand ich auf bensound.com – dort gibt es ein großes Angebot an Video-Hintergrundmusik unter CC-Lizenz. Ganz toll unterstützt haben mich übrigens beim Zeichnen ein Wacom Intuos S-Grafiktablett und beim Aufnehmen ein Roede NT USB-Mikrofon.
So wie oben oder zumindest so ähnlich stelle ich mir simple Explainervideos vor und diesen Weg werde ich weiterverfolgen und natürlich lernen, lernen, lernen und mich laufend verbessern 🙂 Hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, über Feedback zum Video freu ich mich natürlich.





Interviews über Skype aufzeichnen

Ein Telefon

CC BY Damian Siwiaszczyk https://flic.kr/p/eiVJYf

Habe nun das erste e-Interview via Skype hinter mich gebracht und das gleich mit einem Gesprächspartner in einem anderen Kontinent (Afrika).

Die technische Herausforderung dabei war die Aufzeichnung via Skype, so dass die Qualität stimmt und man beide Stimmen gut hört. Nach mehreren Versuchen, die Sache mit dem bereits installierten Audacity zu lösen, war mir das Thema dann zu mühsam und ich sah mich nach intuitiven Skype-Plugins für Windows 10 um.

Meine Empfehlung: Free Skype Call Recorder
… ist für den privaten Gebrauch kostenlos und leicht installiert.

Nach der Installation ist Skype zu starten und sich anzumelden.
Es erscheint im Header ein Popup mit der Information, dass eine App auf die API zugreifen will. Das muss man einmalig erlauben.
Danach im Free Skype Call Recorder noch einen Speicherpfad einstellen, damit man die Aufzeichnungen dann auch wieder findet 🙂 Das wars.

Mit dem Skype Echo Test Service kann man die Aufzeichnung super testen.
Das Plugin zeichnet automatisch jedes Gespräch auf, sobald es beginnt. Man muss also nicht die Aufzeichnung ein- oder ausschalten und kann damit auch nicht in die Verlegenheit kommen, dass man darauf vergisst…

Ein nächster Schritt, wenn ich endlich mein großes Projekt abgeschlossen und wieder mehr Zeit habe 🙂 , wird sein, auch ein gut anwendbares und kostenloses Plugin für Slack-Calls zu finden, das diesen Use-Case abdecken kann.

Für mein Interview war es mir aber wichtig, dass mein gegenüber, der Skype für die Telefonie gewohnt ist, sich nicht mit anderen Technologien beschäftigen muss , damit keine Gefahr besteht, dass er vor meinem Interview in eine Stressituation kommt.
In Summe hat das alles wunderbar geklappt.

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