Markus Rauscher

Ein Blog rund um Lernen mit Medien und digitale Bildung

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Besser Präsentieren

In ihrem Buch Resonate gibt Nancy Duarte Ratschläge für die Erstellung von Präsentationen.
Über sich selbst und sein Unternehmen zu erzählen ist zu wenig – es wirkt sogar arrogant. Es ist wichtig eine Verbindung mit dem Publikum herzustellen. Dem Publikum auf Augenhöhe zu begegnen und sich in deren Situation hineinzuversetzen. Eine Präsentation hat immer das Ziel eine Veränderung herbeizuführen, ob das nun beispielsweise ein Verkaufsabschluss oder eine Kursänderung in einem Projekt ist. Es ist wichtig zu verstehen, inwiefern diese Veränderung Aufwand oder Unannehmlichkeiten für die Zielgruppe bedeutet und es tut not hervorzuheben, warum sich diese Veränderung letztendlich lohnt.
Die Zielgruppe mit Fakten zu überhäufen ist nicht der richtige Weg. Wie auch in Büchern und Filmen, geht es auch in Präsentationen um Geschichten, denn diese vermitteln Emotionen… und das Publikum soll der Held der Geschichte sein, der eine Weiterentwicklung durchmacht und am Ende ein anderer ist.
Am Start der Geschichte möge man ein Ungleichgewicht, einen Konflikt erzeugen – indem man beispielsweise die IST-Situation einer Zielsituation gegenüberstellt. Im Mittelteil hält man die Spannung, indem man Kontraste durch wechselhaftes Verwenden gegenteiliger Inhalte einbaut. Diese können inhaltlicher Natur sein (was ist und was sein wird), emotionaler Natur (analytischer und emotionaler Inhalte) oder vom Stil der Präsentation her (traditionell oder unkonventionell). Das Ende soll die wichtigsten Punkte zusammenfassen und zur Aktion aufrufen. Es soll das Publikum inspirieren und auf eine höhere Ebene bringen. Es soll vermitteln, warum es sich lohnt nun zu handeln und warum sozusagen die Welt durch diese Idee besser wird.
Das waren die Inhalte, die ich bis jetzt gelesen habe, und sie zerstören mein Weltbild: Präsentationen sollen nicht gespickt mit Fakten sein, sondern durchaus auch emotional – sogar mit dramaturgischen Aufbau wie Geschichten und Filme? Aber es klappt: Meine erste Präsentation nach diesen Prinzipien ist jedenfalls gut angekommen und hat in einem Meeting, in dem ein Interessenskonflikt vorprogrammiert war, zu einem guten Konsens beigetragen.

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