Markus Rauscher

Ein Blog rund um Lernen mit Medien und digitale Bildung

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Untertitel für Lernvideos

Untertitel in einem Video sprechen bei Lernenden einen zusätzlichen Sinneskanal an:

  • schließlich gibt es ja auch Anwender die den Lerninhalt am liebsten in Textform aufnehmen.
  • Zudem kann das Video auch an Orten konsumiert werden, wo der Ton vielleicht stört: Beispielsweise wenn Lernende in der U-Bahn oder im Bus sind und keine Kopfhörer verwenden wollen / können.


Warum also nicht auch versuchen, diese Zielgrupppen und Szenarien zu berücksichtigen, indem man für eigene Videos Untertitel verfasst.


Nachdem ich aus dem Studium weiß, wieviel Arbeit das Transkribieren einer Ton- oder Videoaufnahme bedeutet, suchte ich in Zeiten von Siri, Alexa & Co nach einem nützlichen Assistenten für Spracherkennung. Die Hoffnung war, dass die mir die Technik mittlerweile einen Teil der Transkriptionsarbeit abnehmen kann und ich das Transkript nurmehr überarbeiten muss.
Bingo, mein erster Test hat zu super Ergebnissen geführt – und zwar mit dem Programm Amberscript. Ganz einfach konnte ich die fertigen Transkripte dann ins SRT-Format exportieren und in meine Videos auf Vimeo einbauen.

Mobile Learning

Was tun bei sperrigen Inhalten, die sich nicht für die Integration in eine Mobile Lernanwendung eignen?


Konkret hatte ich Folgendes zu lösen:
In einem mobilen Lernkurs war nach einem Theorieteil nun auch einen Praxisteil zu machen, der sich auf einen Zeitungsartikel bezieht und diesen daher auch mitbehandeln musste.

  • Aus der LernApp auf eine externe Seite zu verlinken ist unschön, weil die Lernenden aus der Anwendung rausgerissen werden.
  • Den Artikel statisch beispielsweise in einem PDF zur Verfügung zu stellen geht gar nicht für komfortables Lernen am Smartphone.

Das Thema löste ich nun so:

Ich erstellte einen Videoclip, in welchem ich die wichtigsten Passagen des Zeitungsartikels vorlas. Damit machte ich den Artikel smartphonetauglich und bediene zusätzlich verschiedene Kanäle: Lernende, die gerne Lernvideos schauen und jene, die den Artikel lieber nur hören. Zusätzlich habe ich dennoch auf den Originalartikel verlinkt. Damit führe ich die Lernenden zwar aus der Lernanwendung raus, gebe ihnen jedoch die Möglichkeit, den ganzen und originalen Artikel zu lesen und verweise gleichzeitig auf die Quelle. Im Vergleich zum PDF habe ich den Vorteil, dass der Artikel in der mobilen Version der Zeitung nicht statisch, sondern responsive und damit wirklich lesbar ist auf einem Display eines Smartphones.

Wie löste ich das technisch?

  • Die wichtigen Passagen in großer Schrift auf eine Powerpoint.
  • Artikel vorlesen und via Screencastsoftware – in meinem Fall Camtasia – aufnehmen.
  • Gegebenenfalls ebendort nachbearbeiten.

Audio in Explainervideos

Die größte Herausforderung beim Erstellen von Explainervideos ist aus meiner Sicht die Synchronisation von Audio und Video. Voraussetzung dafür sind auf jeden Fall gute Vorbereitung in Form eines durchdachten und mit dem Fachbereich abgestimmten Skriptes und/oder Storyboards.
Bei der Synchronisation habe ich mehrere Varianten probiert – alle stellen sich als relativ aufwändig heraus.

  • Variante 1: zeitgleiche Aufnahme bei der jeweiligen Aktion (also z.B. beim Zeichnen oder Bewegen des Mauszeigers)
    Erfodert ein hohes Maß an Konzentration beim Sprechenden, da er ja gleichzeitig auch etwas anderes (zeichnen, bewegen, legen, animieren, …) .
    Spricht jemand Unerfahrener ein, z.B. eine Person aus dem Fachbereich, bedeutet diese Methode viel Betreuungsaufwand und ist fehleranfällig.
    Schnitt und Nachbearbeitung gestalten sich jedoch einfacher.
  • Variante 2: nachgelagerter Sync von Audio und Video
    Ist in der Produktion und Aufnahme einfacher und auch für Unerfahrene Personen leichter.
    Bedeutet jedoch sehr viel mehr Aufwand bei Schnitt und Nachbearbeitung. Im Extremfallmuss man Szenen nachfilmen, nachzeichnen, nachsprechen.

Welche Variante man wählt hängt wohl vom Kontext ab.

Weiters wurde mir die Wichtigkeit von Sound-Effects (SFX) bewußt und wie präzise der Effekt getimed sein muss. Ein Millisekunderl zu spät und die Animation ist nicht mehr stimmig.
Ein leises „Filzstift-auf-Flipchart“-Geräusch im Hintergrund macht ein Whitbeoardvideo gleich viel ansprechender.
Seiten für kostenlose Sound Effects gibt es viele, zum Beispiel https://freesound.org/.

Wie sind eure Erfahrungen mit Synchronisation und Sound Effects? Ich freue mich auf Beiträge und Meinungen.

SVG Preview Unter Windows

Beim Erstellen von digitalen Lernmedien mit Videoscribe muss ich immer wieder mal selbst was malen und dies in einer Vektorgrafik (SVG) speichern. Es ist sehr umständlich, dass mir der Windows Explorer keine Bildvorschau für dieses Format anzeigt (Windows 10) und ich ständig Dateien nach Videoscribe importieren muss, ehe ich sie sichten kann. Dafür gibt es Abhilfe: die SVG-Explorer-Extension. Damit sehe ich bereits im Videoscribe-Import-Dialog eine Bildvorschau und spare viel Zeit.

Video für die Apotheke

Ein Freund, der im Gesundheitsbereich tätig ist, dachte laut über den Einsatz eines E-Learnings in seinem beruflichen Umfeld nach. Aus der Idee entwicklete sich die Herausforderung, ein kleines Lernmedium für Apothekerinnen und Apotheker im Zusammenhang mit der e-Medikation und den „neuen Rezepten“ zu produzieren.
Die Herausforderung nahm ich gerne an, für mich war das ein ein spannender Test:

  • ob ich auch komplett ohne Insiderwissen in einem relativ speziellen Bereich auf Basis eines Briefings ein digitales Lernmedium basteln kann
  • wie viel Aufwand und Bearbeitungsschritte es für mich bedeutet, wenn ich es „in einem Guß“ produziere



Ich habe mich dazu entschlossen, daraus eine Open-Educational-Resource zu machen. Vielleicht hilft es ja dem/der einen oder anderen Apotheker/Apothekerin. Spaß gemacht hat es auf jeden Fall, mal etwas für eine ganz andere Branche zu machen.

Hier das Ergebnis:

Projekte

Ich habe einen neuen Menüpunkt erstellt – die Projekte. Hier liste ich Projekte und Artefakte, die während meines Studiums und danach entstanden sind. Ausgeklammert sind Projekte, die ich für mein Unternehmen erstellt habe und die ich aus Lizenzgründen hier nicht veröffentlichen kann.

Neues Altes

In meiner Studienzeit haben wir mit mahara als E-Portfolio gearbeitet und dort unsere Fortschritte in einem Lernblog reflektiert

Ich habe beschlossen, passende alte Beträge hierher zu migrieren. Ich kennzeichne sie im Posting als „Archivbeitrag“, datiere sie mit dem ursprünglichen Veröffentlichungsdatum und beschlagworte sie mit „archiv„.

Edudays – Rückblick

Am 2. und 3.April 2019 fand ich mich erstmalig als Teilnehmer und nicht als Student an der Donau-Universität Krems ein, um die Edudays 2019 zu besuchen. Zielgruppe sind hier Lehrende an Schulen.

Was gefiel mir besonders? – Und wo kann ich mir auch für den Corporate-Learning-Kontext etwas mitnehmen. Eine kleine Sammlung.

Einiges habe hab ich versäumt bzw. möchte ich mir noch genauer ansehen:

… und natürlich ein schönes Ambiente und viele nette Bekanntschaften und Gespräche.

Working Out Loud – Woche 12 – Reflexion und Start eines e-Portfolios

Wir haben es geschafft! Wir haben unseren ersten WOL-Circle hinter uns! Die Zeit ist verflogen. In der 12 und letzten Woche reflektierten wir unseren ganzen WOL-Circle, unsere Erkenntnisse und Weiterentwicklung.

  • Ich habe mich darin geübt, mein Wissen und meine Meinung offen zu teilen.
  • Ich habe gelernt anzuerkennen, dass meine Erfahrung und meine Beiträge anderen nützlich sein können und sie daher „teilenswert“ sind.
  • Ich habe gelernt, offener aufzutreten und aktiviere Vernetzung zu betreiben.
  • Mir ist noch stärker bewusst geworden, dass ich vieles im Schreiben reflektiere.
  • Ich habe gesehen, wie effektiv und wichtig ein Peer-Circle ist. Diversität und Meinungen von anderen Menschen, um aus den eigenen Denkmustern auszubrechen und sich gegenseitig zu inspirieren.

Aus diesen Punkten heraus habe ich beschlossen, dieses Blog, das ich bis dato als kreative Spielwiese verwendet habe, in ein E-Portfolio umzuwandeln .

  • Hier soll ich meine Erfahrungen im Bereich Lernen mit Medien niederschreiben und reflektieren können.
  • Das Blog wird zu meinem privaten Blog. Ich will damit mein Profil schärfen und dieses unter meinem Namen auch als eine Art Visitenkarte im Netz nutzen.
  • Darüber hinaus will ich meine Erfahrungen mit anderen teilen und damit für andere eine Unterstützung sein und gleichzeitig mit meiner Peer-Group und Interessierten laufend im Austausch bleiben.

… nach dem WOL-Experiment, folgt nun also ein weiteres. Mal sehen, wie es mir damit geht. Zusätzlich erwäge ich, den Peer-Circle ohne WOL mit offenerer, kollaborativ erstellter Agenda weiterhin durchzuführen und zu sehen, was dabei rauskommt …

Jedenfalls bin ich meinen Peers Georg und Klaudia sehr dankbar, dass sie mir ohne viel Überzeugungsarbeit auf mein Experiment miteingestiegen sind und mit mir alle 12 Wochen durchgehalten haben 🙂

Besser Präsentieren

In ihrem Buch Resonate gibt Nancy Duarte Ratschläge für die Erstellung von Präsentationen.
Über sich selbst und sein Unternehmen zu erzählen ist zu wenig – es wirkt sogar arrogant. Es ist wichtig eine Verbindung mit dem Publikum herzustellen. Dem Publikum auf Augenhöhe zu begegnen und sich in deren Situation hineinzuversetzen. Eine Präsentation hat immer das Ziel eine Veränderung herbeizuführen, ob das nun beispielsweise ein Verkaufsabschluss oder eine Kursänderung in einem Projekt ist. Es ist wichtig zu verstehen, inwiefern diese Veränderung Aufwand oder Unannehmlichkeiten für die Zielgruppe bedeutet und es tut not hervorzuheben, warum sich diese Veränderung letztendlich lohnt.
Die Zielgruppe mit Fakten zu überhäufen ist nicht der richtige Weg. Wie auch in Büchern und Filmen, geht es auch in Präsentationen um Geschichten, denn diese vermitteln Emotionen… und das Publikum soll der Held der Geschichte sein, der eine Weiterentwicklung durchmacht und am Ende ein anderer ist.
Am Start der Geschichte möge man ein Ungleichgewicht, einen Konflikt erzeugen – indem man beispielsweise die IST-Situation einer Zielsituation gegenüberstellt. Im Mittelteil hält man die Spannung, indem man Kontraste durch wechselhaftes Verwenden gegenteiliger Inhalte einbaut. Diese können inhaltlicher Natur sein (was ist und was sein wird), emotionaler Natur (analytischer und emotionaler Inhalte) oder vom Stil der Präsentation her (traditionell oder unkonventionell). Das Ende soll die wichtigsten Punkte zusammenfassen und zur Aktion aufrufen. Es soll das Publikum inspirieren und auf eine höhere Ebene bringen. Es soll vermitteln, warum es sich lohnt nun zu handeln und warum sozusagen die Welt durch diese Idee besser wird.
Das waren die Inhalte, die ich bis jetzt gelesen habe, und sie zerstören mein Weltbild: Präsentationen sollen nicht gespickt mit Fakten sein, sondern durchaus auch emotional – sogar mit dramaturgischen Aufbau wie Geschichten und Filme? Aber es klappt: Meine erste Präsentation nach diesen Prinzipien ist jedenfalls gut angekommen und hat in einem Meeting, in dem ein Interessenskonflikt vorprogrammiert war, zu einem guten Konsens beigetragen.

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